PALADEX-Rohre
Verbindungssysteme
Vier Verbindungssysteme, alle dicht nach UNI EN 1277, die im Labor die Grenzwerte der Norm deutlich übertroffen haben.
Dichtheit
Die UNI EN 1277 fordert Dichtheit bis 0,5 bar Überdruck und 0,3 bar Unterdruck. Die PALADEX-Verbindungen gehen darüber hinaus – dank der Steifigkeit von Spitz- und Muffenende, die wie das Rohr selbst aufgebaut sind, der EPDM-Dichtungen und der engen Toleranzen. Das Ergebnis ist eine höhere Sicherheit und Zuverlässigkeit des Kanalnetzes.
1. Muffenverbindung
An einem Ende des Rohrschusses wird im Werk ein PE-HD-Ring mit Nut für eine EPDM-Lippendichtung (UNI EN 681) angeschweißt; am anderen eine aus einem PALADEX-Rohrabschnitt gefertigte Muffe mit innenliegendem Anschlag. Mit Gleitmittel wird das Spitzende etwa 30 cm bis zum Anschlag in die Muffe eingeschoben, wobei die Dichtung komprimiert wird.
Garantierte Dichtheit bis 1 bar Überdruck und 0,3 bar Unterdruck. Da Spitzende und Muffe eine stahlverstärkte Profilwand haben, besitzt die Verbindung eine doppelt so hohe Ringsteifigkeit wie das Rohr und ovalisiert nicht – eine der häufigsten Ursachen für Undichtigkeiten.
- Einfache und schnelle Verlegung
- Doppelte Ringsteifigkeit im Muffenbereich
- Größere Winkeltoleranz
2. Verbindung mit Innenmuffe
Eine innenliegende PE-HD-Muffe von etwa 45 cm Länge und einer Wanddicke von 5 bis 10 mm je nach Durchmesser wird im Werk in einen Rohrschuss eingeschweißt; der überstehende Teil hat zwei Nuten mit EPDM-Dichtungen. Der andere Rohrschuss wird bis zum Anschlag aufgeschoben.
Die garantierte Dichtheit beträgt 1 bar Überdruck und 0,3 bar Unterdruck, interne Prüfungen haben jedoch mehr als 4 bar erreicht – die Grenze der Messgeräte. Das System ist patentiert und erlaubt es, die Rohre auf der Baustelle nach Bedarf zu kürzen.
3. Schweißung mit Zusatzwerkstoff
Bei Rohren ab DN/ID 1400 werden zwei Rohrschüsse aneinandergesetzt und von innen durch Extrusionsschweißung von Polyethylen mit einem Handextruder nach DVS 2207-4 verschweißt – durch qualifiziertes Paladeri-Personal, das auch die Montagekolonnen auf der Baustelle schulen kann.
Garantierte Dichtheit von 1 bar Überdruck und 0,3 bar Unterdruck; in internen Prüfungen über 3 bar. Die Schweißnaht schützt zudem vor Wurzeleinwuchs.
4. Flanschverbindung
Bis DN/ID 1000 wird im Werk ein kurzer PE-HD-Vorschweißbund mit losem Stahlflansch angeschweißt. Die Verbindung dient zum Anschluss von Formteilen wie Flanschschiebern, für Unterwasserauslässe und zur Verbindung der Elemente von Behältern und Speicherbauwerken und lässt sich leicht demontieren.
Das Anziehen der Schrauben ist ein Sonderprozess: geschmierte Schrauben, Anzugsreihenfolge über Kreuz, Drehmomentschlüssel in steigenden Anzugsstufen, Nachziehen nach 4 Stunden und, bei Durchmessern über 400 mm, nach 24 Stunden. Ein Bericht der Universität Padua dokumentiert die Dichtheit.
Bilder der Verbindungen